1977 – 1978 Gründung & Aufbruch

Bildschirmfoto 2017-08-02 um 14.15.16„Kinder, wie die Zeit vergeht“, so lautet der Titel eines alten Schlagers. Genauso fühlen wir uns in diesen Tagen, bei den Vorbereitungen für unser „40-Jähriges“. Unter der Leitung von Peter Pauling und seinem starken persönlichen Engagement wurde im Frühjahr 1976 eine Laienspielgruppe aufgebaut. Unterstützung fand die kleine Gruppe Theaterbegeisterter dabei durch die Initiative „Arbeitskreis für Bildung und Freizeit e.V.“, vertreten von Frau Elisabeth Bollinger.

Durch Plakatwerbung und Verö enlichungen in den Amtsblättern kamen schnell weitere Interessenten hinzu und so konnte an jenem 17. Januar 1977 im Cafe Zimmermann in Sielmingen der Theaterverein „Die Filderbühne e.V.“ aus der Taufe gehoben werden.

Übrigens:
Von jenen Pionieren der ersten Stunde sind noch Susanna Pauling, Emmi Schafheutle, Dieter Reinhard, Roland Haas und Uschi Trägner in der Filderbühne aktiv.

Nach anfänglichen Gruppentre en zunächst in Bernhausen in der Gotthard- Müller-Schule erhielt der neu gegründete Verein Räume im Keller der Weilerhau-Schule in Plattenhardt, wo es dann auch möglich war Kulissen zu bauen. Schnell hatten sich die Mimen ein erstes Stück „ausgeguckt“ und euphorisch ging man ans Werk mit den Proben zu „Der eingebildete Kranke“ von Moliere. Na klar, kleine Brötchen wollte man nicht backen. Allerdings wurde schnell festgestellt, dass das ursprüngliche Vorhaben, als erstes ein abendfüllendes Stück aufzufüh- ren, an personellen und organi- satorischen Mängeln scheiterte. So hat man sich dann erstmal für Einakter und Märchen ent- schieden. Mit den 3 Einaktern: „Die alte Kommode“, „Die Zeu- genbank“ sowie „Hund im Hirn“ und dem Märchen „Hänsel und Gretel“ hat dann alles begonnen und als Wanderbühne konnten bzw. mussten die Mimen der ersten Stunde ihr Können unter Beweis stellen.

Bildschirmfoto 2017-08-02 um 14.15.21Zu jener Zeit war das jedoch noch harte Arbeit. Die Filderbühne „tourte“ anfangs mit einem alten Ford Transit, später mit einem großen pinkfarbenen „Adler-LKW“ übers Land, voller Kulissen und Kostüme und das bedeutete neben künstlerischen Anstrengungen auch viel Knochenarbeit. Vor und nach

jeder Vorstellung musste die komplette Bühne einschließlich der gesamten Saalbestuhlung auf- bzw. abgebaut werden. Auftrittsorte waren Sport- und Stadthallen, Vereinsheime und Gaststätten u.a. in Sielmingen, Harthausen, Stetten, Walddorfhäslach usw.

Die Umkleide- und Schminkmöglichkeiten für die Darsteller waren entspre- chend. Toiletten und Abstellräume wurden kurzerhand zweckentfremdet; oft diente auch nur ein Stuhl hinter der Bühne und ein mitgebrachter Handspiegel als Ersatz für einen optimal ausgeleuchteten Schminkraum.